Katarakt Chirurgie

Der Graue Star oder die Katarakt ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Trübung der Augenlinse häufig bedingt durch veränderte Stoffwechselvorgänge im Alter. Patienten bemerken eine Verschlechterung der Sehkraft und der Farbwahrnehmung. Die Umwelt erscheint matt – wie durch eine Milchglasscheibe. Unbehandelt kann sich durch die fortschreitende Eintrübung eine massive Sehbehinderung einstellen, die bis zur Erblindung führt. Medikamentös kann der Graue Star nicht behandelt werden. Der einzige Weg den Grauen Star dauerhaft zu beseitigen ist eine Operation, bei der die Augenlinse ausgetauscht wird. Diese Operation wird heutzutage sehr erfolgreich und mit nur minimaler Belastung für den Patienten routinemäßig durchgeführt. Die Behandlung des Grauen Stars ist eine sehr risikoarme Operation, wird mit modernster Technologie durchgeführt und ist die am häufigsten durchgeführte Operation weltweit.

Wann ist eine Katarakt-Operation erforderlich?

Die Entwicklung des Grauen Stars verläuft in der Regel schleichend. Wenn das verschlechterte Sehvermögen zu einer Beeinträchtigungen im Alltag führt, ist der richtige Zeitpunkt zur OP gekommen. Dieser Zeitpunkt kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein und unterliegt durchaus subjektiver Beurteilung. Prinzipiell sollte man jedoch nicht zu lange warten, da in fortgeschrittenen Stadien des Grauen Stars die Operation eine größere Belastung für das Auge darstellt.
Da mit der Behandlung des Grauen Stars gleichzeitig auch die meisten Fehlsichtigkeiten mit korrigiert werden können, entscheiden sich viele Patienten die Operation etwas früher durchzuführen, um in den Genuss eines brillenfreien Lebens zu kommen

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Was muss ich vor der Operation beachten?

Vielfach werden Ihnen vor der Operation Augentropfen verschrieben, die Entzündungen oder Infektionen vorbeugen sollen. Diese Tropfen sollten wie verordnet sorgfältig angewandt werden. Auch hat Ihr Augen- oder Narkosearzt Voruntersuchungen bei Ihrem Hausarzt veranlasst. Bringen Sie die Ergebnisse bitte zum OP-Tag mit.

Moderne Katarakt-Chirurgie ist heute meist ambulante Chirurgie in lokaler Betäubung. Trotzdem wird in der Regel ein Narkosearzt zur Überwachung und Sicherheit anwesend sein. Falls notwendig kann er Medikamente zur leichten Sedierung verabreichen. Generell sollte einige Stunden vor der Operation auch bei lokaler Betäubung nicht gegessen und getrunken werden. Besprechen Sie mit Ihrem Narkosearzt ob und welche Ihrer üblichen Medikamente am Tag der OP noch eingenommen werden sollten.

Mein Tag der Operation

Eine Linsen-Operation ist ein normalerweise ambulanter, schneller und unkomplizierter Eingriff. Zunächst bekommen Sie pupillenerweiternde Augentropfen – durch die vergrösserte Pupille wird ein vereinfachter Zugang zur Linse ermöglicht. Im OP wird das Auge desinfiziert und Sie erhalten die vereinbarte Betäubung.
Nach Ende der Operation wird das Auge mit einem Verband oder einer transparenten Lochklappe versorgt. Der gesamte Eingriff dauert häufig weniger als 15-20 Minuten.
Nach kurzer Erholung dürfen Sie nach Hause. Bitte denken Sie daran, dass Sie nicht Autofahren dürfen und eine Begleitperson sehr hilfreich ist.
Am nächsten Tag wird das operierte Auge augenärztlich untersucht. Der weitere Behandlungsablauf wird Ihnen von Ihrem Augenarzt genau erläutert.
Auch wenn Sie durch den Eingriff nur wenig belastet werden und der Heilungsprozess schnell abläuft, sollten Sie einige zusätzliche Verhaltensmassnahmen beachten:

  • Vermeiden Sie jegliches Reiben oder Drücken am frisch operierten Auge
  • Vermeiden Sie schwere körperliche Anstrengungen
  • Vermeiden Sie bitte Schwimmbadbesuche und Saunagänge, bis Ihr Arzt es Ihnen wieder erlaubt
  • Halten Sie Ihre Termine zu den Nachkontrollen ein und brachten Sie Ihren individuellen Tropfplan

Welche Betäubungsverfahren sind möglich?

Aufgrund der fortgeschrittenen Technologie und OP-Technik reicht bei moderner Katarakt-Chirurgie meist eine lokale Betäubung durch Augentropfen. Sie wird nicht selten mit einer leichten Beruhigungsspritze kombiniert. Alternativ kann mit einer Leitungsanästhesie im Bereich des operierten Auges völlige Schmerz- und Bewegungslosigkeit erreicht werden. Prinzipiell ist natürlich auch eine Vollnarkose möglich, aber selten erforderlich. Nur bei Kindern oder Patienten, die den Kopf nicht ruhig halten können, wird diese Form der Betäubung gewählt.

Welche Risiken bestehen?

Die Operation des Grauen Stars kann als sehr risikoarm eingestuft werden. Ihr Arzt wird Sie vor der Operation über alle Risiken wie Infektion oder Blutungen aufklären. Wie bei jedem operativen Eingriff ist das notwendig, da Komplikationen nie hundertprozentig ausgeschlossen werden können. Operationen an der Augenlinse sind sehr erfolgreich – mehr als 90 % der Patienten können schon am ersten Tag nach der Operation deutlich besser sehen.

Resultate

Ihr Sehen bessert sich deutlich schon am ersten Tag nach der Operation. Das endgültige Resultat stellt sich meist nach einigen Wochen ein. Einfluss auf die Sehkraft haben natürlich auch andere Strukturen des Auges wie die Netzhaut und der Sehnerv.
Mit modernen neuen Linsen können nahezu 90% der Patienten in der Ferne scharf ohne Brille sehen. Nur für die Nähe ist dann noch eine Korrektur erforderlich. Falls Sie eine Multifokal-Linse gewählt haben, sind Sie vielfach für die Ferne und Nähe brillenunabhängig – eine Unterstützung wird vielleicht nur noch für sehr kleine Schriften notwendig.

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Wie wird die Operation des Grauen Stars durchgeführt?

Bei der Operation des Grauen Stars wird die körpereigene eingetrübte Linse entfernt und durch eine neue künstliche Linse ersetzt. In modern ausgestatteten Operationszentren erfolgt der Zugang zur Linse durch einen sehr kleinen Schnitt zwischen 1,5 und 2,8 mm am Auge. Nacheinander werden folgende Schritte durchgeführt.

  • Die Augenlider werden durch eine Federklammer auseinander gehalten
  • Das Auge wird durch kleine Inzisionen (Schnitte) eröffnet. Dieser Schritt kann seit kurzer Zeit auch von einem hochpräzisen Femtosekundenlaser übernommen werden.
  • Anschliessend wird eine gelartige Flüssigkeit zum Schutz des Augeninnern und der Hornhaut injiziert.
  • Die Linsenkapsel, von der die komplette Linse umgeben ist, wird auf der Vorderseite mit einem feinem Instrument eröffnet. Diese sogenannte Kapsulorhexis erlaubt den Zugang zum eigentlichen getrübtem Linsenkern. Auch dieser Schritt der Operation kann neuerdings hochpräzise durch den Femtosekundenlaser durchgeführt werden. Der Laser garantiert eine bisher nie gesehene Genauigkeit bei diesem operativen Schritt.
  • Der getrübte und verhärtete Linsenkern wird nun mittels Ultraschallwellen verflüssigt und abgesaugt. Dieser Vorgang wird als Phakoemulsifikation bezeichnet. Bei Einsatz eines Femtosekundenlaser, der eine weitere Verbesserung des gesamten Operationsvorganges ermöglicht ist die Linse schon in kleine Fragmente geteilt. Dadurch ist weniger Ultraschallenergie notwendig und der Linsenkern kann schonender abgesaugt werden.
  • Anschliessend wird die künstliche Linse in den natürlichen Kapselsack implantiert. Bei der Auswahl der Kunstlinse stehen heutzutage viele verschiedene Modelle zur Verfügung.  Sie sollten über alle diese Möglichkeiten informiert sein, da die Linsenwahl Ihr Sehen nach der Operation ganz entscheidend beeinflusst.
  • Der Schnitt für den Zugang am Auge ist nur sehr klein,  in einer Kleinschnitttechnik angelegt. In der Regel ist keine Naht zum Verschluss erforderlich.

Wie oben schon beschrieben, unterstützt die neueste technologische Entwicklung mit zusätzlichem Einsatz einen Femtosekundenlaser einige OP-Schritte. Über diese äußerst präzise und schonende Technik lesen Sie mehr hier.

imagen con pasos de la operación de cataratas

Schritte einer Katarakt-Operation (alconcirugia.es)