Häufige Fragen über Katarakt-Chirurgie

Was ist eigentlich der Graue Star?

Der Graue Star oder die Katarakt ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Trübung der Augenlinse. Patienten bemerken eine Verschlechterung der Sehkraft, Farben und die Umwelt erscheinen matt wie durch eine Milchglasscheibe. Unbehandelt kann sich eine massive Sehbehinderung einstellen bis hin zur Erblindung. Medikamentös kann der Graue Star nicht behandelt werden. Der einzige Weg den Grauen Star dauerhaft zu beseitigen ist eine Operation, die aber heutzutage sehr erfolgreich und mit nur minimaler Belastung für den Patienten routinemäßig durchgeführt werden kann. Die Operation des Grauen Stars ist eine sehr risikoarme Operation, wird mit modernster Technologie durchgeführt und ist die häufigste Operation weltweit.

Wann kann der Graue Star auftreten?

Die Entwicklung des Grauen Stars ist normalerweise altersabhängig. Im Alter von 65 Jahren hat fast die Hälfte der Bevölkerung Anzeichen des Grauen Stars, mit 75 Jahren können wir bei fast allen Menschen diese Linsentrübungen beobachten. Der Graue Star tritt aber auch als Komplikation nach Augenerkrankungen wie Regenbogenhautentzündung (Uveitis), nach Operationen am Glaskörper (Vitrektomie) oder nach einer Augenverletzung auf. Selbst Babys können einen angeborenen Grauen Star aufweisen.

Wie kann der Graue Star behandelt werden?

Eine Therapie mit Medikamenten oder Augentropfen gibt es nicht. Die einzige Möglichkeit der Heilung besteht in einer operativen Entfernung der Augenlinse und anschliessender Implantation einer neuen, künstlichen Linse (Intraokularlinse).

Wann sollte der Graue Star operiert werden?

Der Graue Star entwickelt sich normalerweise langsam und schleichend. Die ersten Symptome werden häufig von den Patienten gar nicht wahrgenommen. Wenn der Graue Star aber Ihr Sehen merklich behindert, Sie nicht mehr sicher Autofahren können, sollten Sie mit Ihrem Augenarzt eine Operation besprechen.

Wie wird eine Operation des Grauen Stars durchgeführt?

Durch eine kleine Inzision am Auge wird nach Eröffnung der die Augenlinse umgebenen Kapsel der Linsenkern mit Ultraschall verflüssigt und dann abgesagt. Die hintere Kapsel bleibt bestehen, so dass in den natürlichen Kapselsack die neue künstliche Linse genau an den Ort implantiert werden kann, an dem sich früher die eigene Linse befand. Aufgrund der geringen Inzisionsgröße muss meist gar nicht genäht werden. Seit kurzer Zeit können einige dieser Operationsschritte von einem sog. Femtosekundenlaser übernommen werden.

Wie gefährlich ist eine Operation des Grauen Stars?

Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es auch bei einer Operation des Grauen Stars Risiken. Die Katarakt-Operation ist aber die häufigste Operation überhaupt, sie ist technisch weit entwickelt und standardisiert. Die Operation des Grauen Stars zeichnet sich durch hervorragende Erfolgschancen aus und ist für Sie wenig belastend. Meist als ambulanter Eingriff geplant, dürfen Sie in der Regel schon kurz nach der OP wieder nach Hause.  

Muss ich nach der Operation des Grauen Stars weiter meine Brille tragen?

Bei der Operation des Grauen Stars wird eine neue Linse (die Intraokularlinse) in Ihr Auge implantiert. Diese Linse kann genau für Ihr Auge berechnet werden, so dass meist nur eine schwache Brille für scharfes Sehen erforderlich ist. Mit modernen Premiumlinsen, die Zusatzfunktionen aufweisen, kann aber in vielen Fällen sogar ein Sehen in Ferne und Nähe ohne Brille erreicht werden. Sie benötigen dann nicht einmal eine Brille zum Lesen.

Wie kann ich eine Premiumlinse mit Zusatzfunktion erhalten und wieviel kostet diese?

Während die Kosten für eine medizinisch indizierte Operation von den Krankenkassen übernommen werden, entstehen bei Wahl einer Premiumlinse Zusatzkosten, die Patienten selbst tragen müssen. Wenden Sie sich an Ihren Augenarzt und fragen Sie ihn, ob Sie für eine Premiumlinse geeignet sind und wie hoch die Zusatzkosten sind. Sie können sich auf dieser Webseite ausführlich über alle Neuen Linsen informieren.